"Die Technik der Kampfkünste ist, dem Universum gleich, unerschöpflich. Sei dir im Klaren, dass es keine vollkommen ausgereifte Technik gibt."
- Ōtsuka Hironori I."

Reishiki – Dōjō-Etikette

Als traditionelle japanische Kampfkunst beinhaltet Karate auch einige übliche japanische Umgangsformen, wie man sie auch außerhalb eines Dōjō im Alltag antrifft. Als Karateka sollte man diese respektieren und verinnerlichen.

Kleidung: Bevor man das Training beginnt, legt man den Dōgi, oder auch Karate-Gi, an und bindet den Obi. Dabei ist zu beachten, dass von Jacke oder Hose des Dōgi keine Bänder heraushängen und der Obi korrekt gebunden ist.
Da Karate für gewöhnlich barfuß trainiert wird, bleiben die Schuhe im Umkleideraum oder werden an einer dafür vorgesehenen Stelle am Eingang des Dōjō abgestellt. Ein Dōjō oder dessen Trainingsfläche mit Schuhen zu betreten, gilt nicht nur als äußerst unhöflich, sondern verschmutzt zudem den von den barfüßigen Karateka genutzten Boden.

Betreten und Verlassen des Dōjō: Vorausgesetzt, man erscheint, bevor das Training begonnen hat, betritt man das Dōjō, indem man sich kurz verbeugt. Im Falle einer Verspätung folgen auf diese Verbeugung für gewöhnlich zwei Verbeugungen im Seiza. Sobald man zum Aufstehen und somit zur Teilnahme am Training aufgefordert wird, verbeugt man sich erneut im Stehen und gesellt sich zu den anderen Karateka. Auch beim Verlassen des Dōjō verbeugt man sich.

Beginn und Ende des Trainings: Wenn der Sensei das Training beginnt und beendet, stellen sich die Schüler im Musubidachi ihrer Graduierung entsprechend in Reihen gegenüber dem Sensei auf. Der ranghöchste Schüler steht dabei vom Sensei aus links und gibt für gewöhnlich die folgenden Anweisungen:
1) seiza! – jeder setzt sich in den Kniesitz mit Blick gerade nach vorn
[1.1) mokusō! – jeder schließt die Augen und konzentriert sich \ bei mokusō yame öffnet jeder die Augen wieder
2) shōmen/shinzen ni rei! – Sensei richtet sich zur Stirnseite/dem Altar des Dōjō aus, woraufhin sich alle dorthin verbeugen
3) sensei ni rei! – Sensei richtet sich wieder zu den Deshi aus, diese richten sich geradlinig zum Sensei aus, jeder verbeugt sich
4) otagai ni rei! – Deshi richten sich wieder gerade nach vorn aus und verbeugen sich mit den folgenden Worten
zu Trainingsbeginn: (yoroshiku) onegai shimasu
zu Trainingsende: arigatō gozaimashita
5) kiritsu! – nachdem der Sensei aufgestanden ist, erheben sich auch die Deshi
6) rei! – abschließende Verbeugung
Die Details dieser Begrüßungszeremonie werden allgemein durch die Reihō beschrieben, die sich je nach Kampfkunst und Stilrichtung voneinander unterscheiden können.

Mitglied im Deutschen Karateverband, im Landessportbund NRW und im Stadtsportbund Düsseldorf

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